Facebook

Martin Luther heute weniger anzeigen

28.05.2016 um 19:48

Bei der „Leipziger Disputation“ heute in der Thomaskirche sind Kardinal Marx und ich nicht aufeinander losgegangen, wie 1519 Johannes Eck und Martin Luther. Aber das hat sicher auch niemand erwartet. Ich bin wirklich froh, dass sich die Zeiten im Hinblick auf das Verhältnis der Konfessionen so ... mehr anzeigen gründlich geändert haben. Moderatorin Heike Schmoll hat es hervorragend verstanden, uns trotzdem in ein lebendiges Gespräch zu bringen. Und unter den vielen Menschen, die in die Thomaskirche gekommen waren, war so etwas wie ein ökumenischer Aufbruch zu spüren. Ich hoffe auf einen solchenökumenischen Aufbruch – und alles, was Kardinal Marx heute gesagt hat, bestärkt diese Hoffnung. Vor allem aber die gelebte Ökumene der Menschen in unserem Kirchen, die ich schon jetzt an so vielen Orten erlebe und die ich jetzt beim Katholikentag wieder besonders erlebt habe, lässt mich indieser Hinsicht sehr zuversichtlich sein… weniger anzeigen

28.05.2016 um 19:36

Im Zelt der Initiative „Wir sind Kirche“ habe ich zum Thema „Gerechter Friede – aber wie?“ gesprochen. In der Kritik an Konfliktursachen wie ungerechten Wirtschaftsstrukturen und an Waffenexporten, die überhaupt erst die Grundlage für die Kriege schaffen, vor denen die Menschen dann ... mehr anzeigen fliehen, waren wir uns sehr einig. Auch darin, dass ein gerechter Friede nie mit Gewalt zu schaffen ist und mit der Anwendung militärischer Gewalt immer Schuld verbunden ist. Schwieriger wird es, wenn es um die Frage geht, wie wir den gegenwärtig von Terrorbanden wie dem IS bedrohten Menschenunmittelbar zu Hilfe kommen können. Ich jedenfalls kann militärische Mittel nicht verurteilen, wenn sie der einzige Weg sind, um Menschen vor der brutalen Gewalt dieser Banden zu schützen. Es ist einfach unsäglich, was gerade Frauen, aber auch Christen, Jesiden und muslimische Minderheiten inden vom IS besetzten Gebieten erleiden…Niemand, egal auf welcher Seite, kann in dem hier mit der Frage militärischer Gewaltanwendung verbundenen Dilemma von der moralisch hohen Warte aus urteilen. Auf keinen Fall dürfen wir uns an diese Situation des Unrechts gewöhnen und gegenüber denHilferufen der dort von Terror und Gewalt bedrohten Menschen abstumpfen. Und wir müssen Wege schaffen, dass sie von dort fliehen können... weniger anzeigen

28.05.2016 um 19:08

Am Rande des Katholikentages gibt es viele spontane Begegnungen – hier am Stand des Erzbistums Bamberg mit Erzbischof Schick und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Oder gestern abend in der Innenstadt, wo sich beim Pizzaessen eine fröhliche Runde entwickelte, mit einer engagierten ... mehr anzeigen Atheistin aus Leipzig, einer Münchnerin, die seit zwei Jahren in Leipzig lebt und in der evangelischen Kirche hier engagiert und einem konfessionsverbindenden Ehepaar aus Wittstock, das viel über das Christsein in der DDR zu erzählen hatte. Ich spüre hier beim Katholikentag einen starken Geistökumenischer Geschwisterlichkeit… weniger anzeigen

28.05.2016 um 19:06

Gestern habe ich auf dem Katholikentag in Leipzig mit Vertretern anderer Konfessionen über neue Sichten auf Luther in ökumenischer Perspektive diskutiert. Dabei wurde auch von katholischer, orthodoxer und freikirchlicher Perspektive neben Ambivalenz auch viel Wertschätzung Luthers deutlich. ... mehr anzeigen Bemerkenswert wie die Münsteraner katholische Theologin Prof. Dr. Dorothea Sattler (auf dem Bild am Pult) die dunklen Seiten Luthers interpretiert hat: „auch in den Versuchungen, denen Martin Luther erlegen ist, war er katholisch…“ Luthers Verständnis von Freiheit – so habe ich selbst inmeinem Eingangsimpuls gesagt - ist geprägt von leidenschaftlicher Christusbeziehung und der geistlichen Kraft, die daraus kommt. Und es ist geprägt von einer damit untrennbar verbundenen Leidenschaft für die Welt, in der sich diese Christusbeziehung zu bewähren hat. Das wünsche ich mir heuteauch für unsere Kirche. Wenn die Menschen 500 Jahre nach der Reformation sehen, wie unsere radikale Christusliebe untrennbar einhergeht mit einer radikalen Liebe zur Welt, mit dem Teilen ihrer Freuden und ihrer Nöte, und mit dem Einsatz für die Überwindung von Gewalt und Unrecht, dann bestehtdie Chance für einen neuen Aufbruch, für eine neue Reformation – eine Reformation, die diesmal nicht zur Spaltung führt sondern zu einer neuen Einheit. Das jedenfalls ist mein Traum an der Schwelle zu dem großen Jubiläumsjahr. weniger anzeigen

28.05.2016 um 19:05

Dieses Bild teilen:

Aktuelle Themen

Windrad in Bewegung , © iStockPhoto / toos

Pfigstpredigt

"Wir brauchen den Pfingstgeist!"

Die Gesellschaft braucht laut Heinrich Bedford-Strohm ein "Kommunikationswunder" wie an Pfingsten. Er erhoffe sich ein neues, geistgeleitetes Gespräch, das die großen Taten Gottes und die Würde des Menschen zur Sprache bringe, so der Landesbischof. | mehr

Predigt zu Ostern

Das Leben siegt

Ostern bedeutet Hoffnung, Freude und Leben - allem Dunkel zum Trotz. Diese ermutigende Botschaft stand im Zentrum der Predigt von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Ostersonntag in Fürth-Poppenreuth. | mehr

@landesbischof auf Twitter

2 Klicks für mehr Datenschutz:

Wenn Sie hier klicken werden die aktuellen Tweets @landesbischof geladen. Beim Aktivieren der Funktion werden Daten an Dritte übertragen.

Aktuelles aus der ELKB

Aktuelles aus der ELKB

Link zum Artikel "Wer bin ich?"

Fernsehgottesdienst mit Studierenden: "Wer bin ich?"

Der Fernsehgottesdienst am kommenden Sonntag wird erstmals von den bayerischen Hochschulgemeinden gestaltet. Eine weitere Besonderheit: Diesmal können sich Zuschauer online daran beteiligen. | mehr

Link zum Artikel Theologie geschlechterbewusst studieren

Fachstelle für Frauenarbeit: Theologie geschlechterbewusst studieren

Außerhalb der Hochschulen ein Studium der geschlechterbewussten und feministischen Theologien zu absolvieren - das ermöglicht die Fachstelle für Frauenarbeit mit einem neuen Fernstudiengang. | mehr

Link zum Artikel Im Sinne des Pfingstfestes

Internationaler Gottesdienst: Im Sinne des Pfingstfestes

Viele unterschiedliche Sprachen waren in der Stadtkirche in Bayreuth an Pfingsten beim internationalen Gottesdienst zu hören. | mehr